Widerstand
Eigentlich ist es ganz einfach ein gutes Leben zu führen.
Wir tun das, wovor wir uns drücken - immer wieder. Das ist der ultimative Cheat Code für das Leben.
Es gibt eine Formel und 2 Regeln, die für ein erfülltes Leben sorgen:
(Energy * Fokus * #1)^Beständigkeit
- Regel: Je schlechter ich mich fühle, umso wichtiger ist mein Protokoll
- Regel: Ich tue, wovor ich mich drücke
Das ist alles, was wir brauchen. Wenn wir uns daranhalten, ist es fast unmöglich mehrere schlechte Tage hintereinander zu haben.
Wir bauen uns so das Gerüst für ein immer besseres Leben. Wir schrauben uns immer höher.
Es ist schwierig und anstrengend, das ist aber der Grund, warum es sich lohnt.
Wir wollen Herausforderungen, an denen wir wachsen können. Wir fühlen uns dadurch lebendig und gut, auch wenn es sich in dem Moment nicht danach anfühlt.
Wir wollen etwas erreichen, dass uns etwas bedeutet. Der Widerstand zeigt uns, dass es uns wichtig ist. Stress ist ein Indikator für Bedeutung. Wenn es das nicht wäre, wäre es uns egal und wir hätten diese Gefühle nicht.
Wir wollen am Rande unserer Komfortzone leben. Mit einem Bein in Sicherheit und dem anderen im Unbekannten. Da sind wir genau an der richtigen Stelle. Unsere Aufgaben fordern uns heraus, was sie spannend und lohnend macht, sie sind aber nicht so groß, dass sie uns überfordern.
Wir bauen uns einen Tag mit Tätigkeiten, die uns Energie verleihen und wir machen immer weniger von den Dingen, die uns Energie rauben. Das bedeutet nicht, dass wir uns nur noch vergnügen und am Strand Cocktails trinken.
Das ist unser Protokoll. Wir optimieren es immer weiter, feiern aber unsere bisherigen Erfolge. Sie dienen uns als Sprungbrett zum nächsten Level. Als Basis von dem aus wir unser nächstes Abenteuer starten können.
Wir gewinnen Energie, indem wir Energie aufwenden. Wir bekommen mehr zurück, als wir reinstecken.
Wir kümmern uns um unsere Grundlagen: Ernährung, Bewegung, Schlaf, Atmung, Konzentration, Dankbarkeit und das Florieren.
Dadurch haben wir immer genug Energie, um uns unseren Herausforderungen zu stellen.
Wir akzeptieren, dass es immer neue Probleme in unserem Leben gibt und wir niemals einen Punkt erreichen werden, an dem wir es geschafft haben.
Was auf den ersten Blick demotivierend und sinnlos erscheint, ist etwas Gutes. So bleibt es spannend und wir haben immer Gelegenheiten zum Wachsen. Was sollten wir sonst tun?
Wir beenden, was wir angefangen haben. Wir teilen große Aufgaben in kleine Schritte ein, die wir in einer Arbeitsphase umsetzen können und erledigen sie.
Je länger wir warten, umso größer werden die Ängste, Zweifel und Sorgen. Wir verlieren das Selbstvertrauen und die Motivation. Wir reden es uns aus. Zeit ist der Treibstoff der Angst.
Wir warten nicht darauf, dass wir uns danach fühlen, um etwas zu tun, sondern fangen an. Dadurch stellen sich die Gefühle dann ein. Die Motivation kommt, wenn wir angefangen haben.
Wir halten den Widerstand zu starten so gering wie möglich. Wenn es uns schwer fällt uns zu überwinden, suchen wir uns einen lächerlich kleinen Schritt. Wir müssen nur in Bewegung kommen.
Wir können uns auch vornehmen, dass wir es nur für 5-10 Minuten machen und danach aufhören können, wenn es wirklich nicht funktioniert.
Es geht nur darum anzufangen.
Wir nutzen den Widerstand als Orientierung und als Kompass. Es ist das, was gerade wirklich wichtig ist. Wenn wir danach leben, können wir alles erreichen und uns das Leben unserer Träume aufbauen.
Gleichzeitig fühlen wir uns sehr gut. Fortschritte motivieren und machen uns glücklich. Wir gehen zufrieden ins Bett, wenn wir Dinge tun, die uns wirklich weitergebracht haben.
Alles spricht dafür uns auf Herausforderungen zu stürzen. Sie bringen uns auf allen Ebenen weiter. Es ist unlogisch vor ihnen wegzulaufen.
Es frustriert mich, dass diese vermeintlich einfachen Regeln so unglaublich schwer umzusetzen sind. Es müsste in unserem Interesse sein, es zu wollen. Stattdessen sehnen wir uns nach Komfort und drücken uns vor den Dingen, die uns glücklich machen.
Es liegt aber nicht an uns persönlich. Wir machen alle das gleiche durch.
Das ist die Herausforderung des Menschseins. Das zu tun, was gerade wichtig ist, unabhängig davon wie wir uns fühlen.
Warum spüren wir diesen Widerstand? Warum ist es so schwer, dass zu tun, was wir wirklich wollen?
Unser Gehirn ist darauf ausgelegt, Energie zu sparen und Gefahren zu vermeiden. In der Steinzeit bedeutete die Komfortzone unser Überleben – wer unnötige Risiken einging, konnte sterben. Deshalb haben wir ein eingebautes Gefahrenwarnsystem (Amygdala), das auf alles reagiert, was neu oder ungewiss ist.
Widerstand ist aber kein echtes Stoppsignal - sondern nur ein veraltetes Warnsignal.
Wenn wir uns für den Komfort entscheiden (Netflix, Handy, Essen) fühlen wir uns danach oft unzufrieden. Wir wissen, dass wir uns vor etwas drücken und die negativen Gefühle werden immer größer. Wir schaden uns selbst.
Der Komfort bringt uns nicht das, was wir uns wünschen.
Wir glauben, dass wir Sicherheit wollen. Wir sehnen uns aber nach Wachstum, Abenteuer und Herausforderung.
Wie können wir den Widerstand nutzen?
Wir können den Widerstand umdeuten, sobald wir ihn spüren.
- "Das ist mein Zeichen! Das bedeutet, dass es wichtig ist."
- "Ich werde danach stolz auf mich sein."
- "Das ist genau die Art von Herausforderung, die mich stärker macht."
- "Bring it on"
- "Game on"
- "It's on"
- "Let's dance"
Direkt, nachdem wir ihn überwunden haben, belohnen wir uns dafür. Wenn wir uns selbst dafür feiern, lernen wir, dass es sich lohnt.
Wir können zusätzlich unsere Identität verstärken, indem wir uns "Thats like me" sagen, direkt nachdem wir es getan haben.
Die Programmiersprache für unser Verhalten sind Wiederholungen. Je öfter wir etwas tun, umso eher machen wir es erneut.
Sobald wir den Widerstand spüren, ist das der Startschuss. Ein Zeichen, dass das Spiel beginnt. Je schneller wir aktiv werden, umso besser.
Geschwindigkeit ist eine Stärke. Je eher wir beginnen, umso leichter ist es - Wir sind auch eher fertig.
Wir können den Widerstand benennen und so sichtbar machen. Dadurch wird das Warnsystem in unserem Kopf vom rationalen Denken etwas unterdrückt. "Name it to tame it".
Unser Ziel ist es den Widerstand zu genießen, statt ihn zu fürchten. Er ist unser stetiger Begleiter. Anstatt ihn zu verteufeln, können wir ihn zu unserem Verbündeten machen.
Es ist völlig egal, ob wir Lust haben oder nicht. Das Einzige, was zählt, ist, dass wir es trotzdem tun. Und wenn wir uns daran gewöhnen, Widerstand als Freund zu sehen, wird es uns mit der Zeit immer leichter fallen.
Wir haben jeden Moment die Möglichkeit das zu tun, was wirklich wichtig ist oder uns in unsere Komfortzone zurückzuziehen.
Wenn uns das gelingt, gewinnen wir das Spiel des Lebens. Wir werden zu der Person, sie wir sein wollen. Wir kommen unserem Ideal immer näher.
Mit jeder Entscheidung verstärken wir unsere Identität und es fällt uns beim nächsten Mal ein bisschen leichter die gleiche Entscheidung zu treffen.
In jedem Moment formen wir unseren Charakter. Jede Situation ist eine Gelegenheit unserem Ideal näher zu kommen. Um die 85jährgie Version von uns stolz zu machen.
Stell dir ein Leben vor in dem Du dich auf Herausforderungen freust und dich ihnen gerne stellst, weil Du verinnerlicht hast, dass das der Weg zu einem guten Leben ist.
Wenn Du tatsächlich das tust, was Du dir vornimmst.
Unser Potenzial ist grenzenlos! Wir können alles erreichen.